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Richtfest zur Verdoppelung der biotechnologischen Laborflächen

Das BioZ wird für das Wachstum seiner Nutzer vergrößert

Der Rohbau steht, das Dach ist drauf, die Fenster drin – das heutige Richtfest am Biotechnologiezentrum Münster (BioZ) im Technologiepark hat zugleich die Halbzeit der Erweiterungsarbeiten markiert. „Die seit vielen Jahren ansässigen Nutzer Cilian, Vaxxinova und Wessling werden vermutlich Ende 2018 ihre zusätzlichen biotechnologischen Labore in Betrieb nehmen können“, freute sich Matthias Günnewig, Leiter der Technologieförderung Münster GmbH (TFM), über den Fortschritt der 5,5 Millionen-Euro-Investition. Das vergrößerte BioZ bietet den Mieten eine langfristige Wachstumsperspektive und führt zu weiteren hoch-qualifizierten Arbeitsplätzen am Biotechnologiestandort Münster.

Mit dem BioZ-Anbau hat die Technologieförderung (TFM) auf den Wachstumsdruck der Nutzer reagiert, die von der allgemein steigenden Nachfrage nach biotechnologischer Forschung, Entwicklung und Produktion profitieren. Nach Fertigstellung im Dezember stehen mehr als 3.100 Quadratmeter hochwertig ausgestatteter Büro- und Laborräume zur Verfügung – das Doppelte der bisherigen Fläche.
„Das große Bestreben der Technologieförderung ist es, hochspezialisierte Firmen bei ihrer Entwicklung gezielt zu unterstützen und dauerhaft an den Standort Münster zu binden“, erklärte Projektkoordinator Günnewig. Die Optimierung der Infrastruktur ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Transfer von wissenschaftlicher Expertise in die Anwendung: „Die Biotech-Szene hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in unserer Stadt entwickelt, woran auch zahlreiche Arbeitsplätze hängen“, betont der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster, Dr. Thomas Robbers.
Die Biotechnologie gilt als eine der wichtigsten Zukunfts-technologien. Sie ist unter anderem in der Medizin, in der Landwirtschaft oder bei der Herstellung von Nahrungsmitteln von großer Bedeutung. In biotechnologischen Verfahren werden Enzyme, Bakterien, Hefen sowie pflanzliche und tierische Zellen zur Herstellung von beispielsweise Arzneimitteln, Diagnostika, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika eingesetzt. Günnewig: „Die Biotechnologiebranche ist strategischer Forschungs- und Entwicklungspartner der internationalen Pharmaindustrie. Zu dieser Branche zählen auch die BioZ-Firmen Cilian, Wessling und Vaxxinova, die aktuell am Standort Münster insgesamt 50 Mitarbeiter beschäftigen.“
Cilian arbeitet an der Produktion von Impfstoffen, monoklonalen Antikörpern sowie an einem oralen Substitutions-Präparat für Patienten mit Pankreas-Insuffizienz. Wessling unterstützt große und kleine pharmazeutische Unternehmen durch innovative Pharmaanalytik. Und Vaxxinova verfügt über ein Konzept, um virale oder bakterielle Erkrankungen erfolgreich zu bekämpfen und aus dem Nutztier-Bestand zu verbannen.

„Da muss er rein!“: Matthias Günnewig (Mitte), Leiter der Technologieförderung Münster GmbH, Dr. Thomas Robbers (r.), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (2.v.l.), und Carsten Peters (l.), Aufsichtsratsvorsitzender der Technologieförderung Münster GmbH, schlagen gleich die letzten Nägel in den Balken. Foto: Technologieförderung Münster GmbH/F. Kaminski

Halbzeit der Bauarbeiten und Richtfest am Biotechnologiezentrum Münster: Matthias Günnewig (Mitte), Leiter der Technologieförderung Münster GmbH, Dr. Thomas Robbers (r.), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (r.) und Carsten Peters (l.), Aufsichtsratsvorsitzender der Technologieförderung Münster GmbH, schlagen symbolisch die letzten Nägel in den noch fehlenden Balken. Foto: WFM Münster/Martin Rühle

Links alt, rechts neu: Matthias Günnewig (l.), Leiter der Technologieförderung Münster GmbH, Dr. Thomas Robbers (r.), Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (r.) und Carsten Peters (Mitte), Aufsichtsratsvorsitzender der Technologieförderung Münster GmbH, vor dem Biotechnologiezentrum Münster, kurz BioZ. Foto: WFM Münster/Martin Rühle

 

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